Urinverlust (Inkontinenz)
Urinverlust effektiv behandeln
Harninkontinenz, also der ungewollte Verlust von Urin, betrifft viele Frauen und kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In der Schweiz leiden etwa 200.000 bis 400.000 Frauen an einer Belastungsinkontinenz, während zwischen 600.000 und 900.000 Menschen von einer überaktiven Blase (OAB) betroffen sind. Diese Erkrankungen können jedoch mit gezielten Therapien erfolgreich behandelt werden.
Hier im Therapie- und Trainingscenter Chraft Chäller erhalten Sie individuelle Betreuung, um Ihre Lebensqualität gezielt zu steigern.
Ursachen, Formen und Behandlungsmöglichkeiten
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UrsachenUrinverlust kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden: Schwache Beckenbodenmuskulatur Diese entsteht häufig durch Geburtstraumata, wiederholte Schwangerschaften, hormonelle Veränderungen (z.B. in der Menopause) oder den natürlichen Alterungsprozess. Eine geschwächte Muskulatur kann den Druck im Bauchraum bei Aktivitäten wie Husten, Niesen oder schwerem Heben nicht mehr ausgleichen, was zu Belastungsinkontinenz führt. Überaktive Blase (OAB) Eine überaktive Blase kann durch neurologische Erkrankungen (wie Multiple Sklerose, Schlaganfall), Operationen im Bauchraum, Schwangerschaft und Geburt(en) oder chronische Blasenentzündungen verursacht werden. Dabei zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammen, was häufig zu einem plötzlichen, starken Harndrang und unwillkürlichem Urinverlust führt. Überaktive Beckenbodenmuskulatur Diese kann durch chronischen Stress, Angstzustände oder neurologische Störungen entstehen. Die ständige Anspannung der Muskulatur stört die normale Blasenfunktion, verstärkt den Harndrang und erschwert die Blasenentleerung.
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Formen der Harninkontinenz​Belastungsinkontinenz Tritt auf, wenn die Beckenbodenmuskulatur den erhöhten Druck im Bauchraum nicht ausgleichen kann, oft bei körperlicher Anstrengung Dranginkontinenz (überaktive Blase) Gekennzeichnet durch plötzlichen, starken Harndrang, oft begleitet von unwillkürlichem Urinverlust. Mischinkontinenz Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz, bei der Symptome beider Formen gleichzeitig auftreten können.
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Beckenbodentherapie: Eine wirksame LösungGezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur ist eine der effektivsten Methoden zur Behandlung von Belastungsinkontinenz, überaktiver Blase und Mischinkontinenz. Dieses Training stärkt die Muskulatur, die die Blase stützt, und verbessert die Kontrolle über die Schließmuskeln. Sollte ein überaktiver Beckenboden vorliegen, wird zusätzlich die Entspannung der Muskulatur gefördert. Ergänzende Therapien: Biofeedback Diese Methode hilft, die Muskelanspannung besser wahrzunehmen und gezielt zu regulieren, was die Blasenkontrolle verbessert. Elektrotherapie Diese Therapieform kann in zwei unterschiedlichen Ansätzen verwendet werden: Regulation des Detrusormuskels: Sanfte elektrische Impulse stimulieren die Nerven, die die Blasenmuskulatur steuern, was helfen kann, die Häufigkeit von Harndrang und Urinverlust zu verringern. Muskelsimulation: Bei Schwäche oder Dysfunktion der Beckenbodenmuskulatur wird die Elektrotherapie verwendet, um die Muskeln zu stimulieren und deren Stärke und Funktion zu verbessern. Kegelgewichte Diese können zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur eingesetzt werden und unterstützen die Funktion der Schließmuskeln. Beckenbodenstab Hilft insbesondere bei der Entspannung eines überaktiven Beckenbodens. Atem- und Entspannungstechniken Diese Techniken können die Schmerzwahrnehmung reduzieren und das Nervensystem beruhigen. Haltungsschulung Eine korrekte Haltung kann dazu beitragen, den Beckenboden zu entlasten und die Muskulatur optimal zu nutzen. Hinweis: Diese und weitere Behandlungsmöglichkeiten sollten individuell mit Ihrer spezialisierten Beckenbodenphysiotherapeutin erarbeitet und angepasst werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Prävention und Tipps für den Alltag
Um das Risiko einer Harninkontinenz zu verringern, helfen folgende Massnahmen:
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Regelmässiges Beckenbodentraining: Stärkt die Muskulatur und unterstützt die Organe im Becken.
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Gesunde Lebensweise: Ein gesundes Körpergewicht und der Verzicht auf Rauchen senken das Risiko für Inkontinenz.
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Bewusster Umgang mit Flüssigkeiten: Ausreichende, aber nicht übermässige Flüssigkeitsaufnahme sowie der Verzicht auf blasenreizende Substanzen wie Koffein und Alkohol verringern das Risiko einer Dranginkontinenz.
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Schlussfolgerung
Harninkontinenz, überaktive Blase und überaktiver Beckenboden sind häufige, aber gut behandelbare Probleme. Durch gezieltes Beckenbodentraining, unterstützt durch Biofeedback und Elektrotherapie, können die Symptome erheblich gelindert oder beseitigt werden. Hier im Therapie- und Trainingscenter Chrafter Chäller erhalten Sie spezialisierte Beckenbodentherapie, die Ihnen hilft, Ihre Lebensqualität zu verbessern und die Kontrolle über Ihre Blase wiederzuerlangen. Vereinbaren Sie einen Termin, um gemeinsam Ihre Lebensqualität zu steigern.